Allgemeine Geschäftsbedingungen – Inanna Wellness Berlin

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Inanna GmbH
Allgemeine Geschäftsbedingungen

(Maßgebend ist ausschließlich die deutschsprachige Fassung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die unter https://inanna.beauty/en/terms-and-conditions bereitgestellte englische Fassung sowie die unter https://inanna.beauty/ru/usloviya-i-polozheniya bereitgestellte russische Fassung sind unverbindliche Leseübersetzungen. Im Fall von Abweichungen geht der deutsche Wortlaut vor.)

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachstehend „AGB") gelten für sämtliche Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen und den Verkauf von Produkten zwischen:

Inanna GmbH
Charlottenstraße 19, 10117 Berlin
Eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 237773 B
Vertreten durch den Geschäftsführer Herrn Siddharth Raja
USt-IdNr.: DE352548770
Steuernummer: 30/358/52233

E-Mail: [email protected] 
WhatsApp: https://inanna.spa/whatsapp 
Telefon: 0800 0808 800 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz)
Internet: https://inanna.beauty 

— nachstehend „Anbieterin" —

und dem jeweiligen Kunden

— nachstehend „Kunde" —

§ 1  Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

(1)  Diese AGB gelten ausschließlich für sämtliche Verträge zwischen der Anbieterin und dem Kunden über die Erbringung von Dienstleistungen und den Verkauf von Produkten. Sie gelten in der zum Zeitpunkt der Buchung oder des Kaufs gültigen Fassung. Definierte Begriffe werden in diesem Abschnitt erläutert. „Dienstleistungen" umfassen Hautpflege- und Gesichtsbehandlungen, Körperbehandlungen und Massagen, Lymphdrainage, Radiofrequenz- und Ultraschalltherapie, LED-Phototherapie, chemische Peelings, Microneedling, Laser- und Elektrolyse-Haarentfernung, Haar- und Kopfhautbehandlungen, Hypoxie-Hyperoxie-Training sowie alle zugehörigen Beratungen, Programme und ergänzenden Leistungen. Darüber hinaus umfassen „Dienstleistungen“ alle weiteren ästhetischen, Wellness- oder unterstützenden Pflegeleistungen, die die Anbieterin jeweils anbietet. „Produkte" umfassen kosmetische Erzeugnisse und Pflegeprodukte, die in den Geschäftsräumen der Anbieterin verkauft werden.

(2)  Abweichende, ergänzende oder widersprechende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, die Anbieterin hat deren Geltung ausdrücklich in Textform (§ 126b BGB) zugestimmt.

(3)  Programmspezifische Patienteninformationen, Einwilligungserklärungen und Pflegedokumentationen ergänzen diese AGB und sind Bestandteil des Vertragsverhältnisses. Bei Widersprüchen zwischen diesen Dokumenten und den AGB in geschäftlichen oder vertraglichen Angelegenheiten gehen diese AGB vor.

(4)  Kunde ist jede natürliche oder juristische Person, die Dienstleistungen der Anbieterin in Anspruch nimmt oder Produkte bei der Anbieterin erwirbt.

(5)  Verbraucher ist eine natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

§ 2  Vertragsschluss

(1)  Die Darstellung von Dienstleistungen und Produkten auf der Website der Anbieterin, in Druckmaterialien oder in mündlicher Form stellt eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar (invitatio ad offerendum).

(2)  Der Kunde kann Dienstleistungen über das Online-Buchungssystem, telefonisch, per E-Mail, über WhatsApp oder persönlich buchen. Produkte können ausschließlich persönlich in den Geschäftsräumen erworben werden.

(3)  Eine Online-Buchung stellt ein verbindliches Angebot des Kunden dar. Mit Abschluss der Buchung bestätigt der Kunde die Geltung dieser AGB. Die automatische Buchungsbestätigung ist lediglich eine Eingangsbestätigung und keine Annahmeerklärung. Das Online-Buchungssystem erfüllt die Anforderungen des § 312j Abs. 3 BGB.

(4)  Der Vertrag über Dienstleistungen kommt mit Zugang der ausdrücklichen Terminbestätigung der Anbieterin beim Kunden zustande. Die Bestätigung kann per E-Mail, SMS, WhatsApp oder telefonisch erfolgen.

(5)  Bei telefonischen oder persönlichen Buchungen kommt der Dienstleistungsvertrag mit der mündlichen oder schriftlichen Bestätigung der Anbieterin zustande.

(6)  Bei Produktkäufen vor Ort kommt der Vertrag mit Übergabe des Produkts am Verkaufspunkt (Point of Sale) und Bezahlung zustande.

(7)  Der Vertragstext einschließlich dieser AGB wird dem Kunden bei Vertragsschluss auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. per E-Mail) zur Verfügung gestellt (Art. 246a § 1 EGBGB).

(8)  Verbindliche Vertragssprache ist Deutsch. Fremdsprachige Fassungen dienen ausschließlich der Information. Bei Abweichungen geht die deutschsprachige Fassung vor.

(9)  Die Anbieterin weist den Kunden vor oder bei der Buchung ausdrücklich auf diese AGB hin und ermöglicht ihm in zumutbarer Weise Kenntnis vom vollständigen Inhalt zu nehmen (§ 305 Abs. 2 BGB). Bei Online-Buchungen wird dies durch einen Hyperlink auf die AGB und eine aktive Bestätigung im Buchungsprozess erfüllt. Bei telefonischen oder persönlichen Buchungen verweist die Anbieterin mündlich auf die AGB und hält sie in den Geschäftsräumen bereit oder verweist auf ihre Website.

§ 3  Buchungen für Dritte

(1)  Ein Kunde, der im Namen eines Dritten bucht, gewährleistet seine Bevollmächtigung zur Annahme dieser AGB im Namen dieser Person und übernimmt die Zahlungsverpflichtung.

(2)  Die behandelte Person muss den Gesundheitsfragebogen (§ 8) vor dem ersten Termin ausfüllen. Die Anbieterin ist nicht verpflichtet, die Behandlung durchzuführen, wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt ist.

§ 4  Mindestalter und Einwilligung der Erziehungsberechtigten

(1)  Die Anbieterin kann bestimmte Dienstleistungen auf Kunden beschränken, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

(2)  Für Kunden unter 18 Jahren ist vor der Behandlung die schriftliche Einwilligung eines Erziehungsberechtigten erforderlich. Die Anbieterin kann einen Alters- und Sorgerechtsnachweis verlangen.

(3)  Die Anbieterin kann die Behandlung einer minderjährigen Person ohne überprüfbare Einwilligung des Erziehungsberechtigten ablehnen. Eine Stornierungsgebühr fällt in diesem Fall nicht an.

§ 5  Termine

(1)  Bestätigte Termine sind für beide Vertragsparteien verbindlich.

(2)  Der Kunde sollte mindestens fünf Minuten vor dem vereinbarten Termin erscheinen.

(3)  Eine Verzögerung seitens der Anbieterin von bis zu 15 Minuten berechtigt nicht zur Stornierung oder Preisminderung. Bei einer Verzögerung von mehr als 15 Minuten kann der Kunde kostenfrei zurücktreten. Ist eine Verzögerung bei Ankunft des Kunden absehbar, informiert die Anbieterin den Kunden und bietet eine kostenfreie Umbuchung an.

(4)  Erscheint der Kunde nach dem vereinbarten Behandlungsbeginn, finden § 7 Abs. 5 und § 7 Abs. 6 Anwendung.

(5)  Ein Erscheinen mehr als 15 Minuten nach dem vereinbarten Termin kann als Nichterscheinen gemäß § 7 Abs. 6 gewertet werden.

§ 6  Preise und Zahlung

(1)  Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung oder des Kaufs ausgewiesenen Preise. Sämtliche Preise verstehen sich einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %) und lauten auf Euro.

(2)  Die Zahlung ist bei Erbringung der Dienstleistung bzw. beim Produktkauf am Verkaufspunkt fällig, sofern die Anbieterin nicht in Textform (§ 126b BGB) etwas anderes vereinbart hat.

(3)  Akzeptierte Zahlungsmethoden: Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express), EC-Karte / Girocard, Bargeld, Apple Pay, Google Pay, PayPal und Überweisung. Kontaktloses Bezahlen wird akzeptiert. Schecks werden nicht angenommen.

(4)  Die Anbieterin kann bei hochwertigen Dienstleistungen, Paketen oder längerfristigen Programmen eine Vorauszahlung oder Anzahlung verlangen. Die Einzelheiten werden vor der Buchungsbestätigung mitgeteilt.

(5)  Bei Zahlungsverzug kann die Anbieterin Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) berechnen. Das Recht auf Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt vorbehalten.

(6)  Die Anbieterin erstellt für alle Dienstleistungen und Produkte eine Rechnung oder einen Beleg nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen.

(7)  Der Kunde kann nur mit unbestrittenen, rechtskräftig festgestellten oder entscheidungsreifen Gegenforderungen aufrechnen. Diese Beschränkung gilt nicht für unbestrittene oder rechtskräftig festgestellte Gegenforderungen aus demselben Vertragsverhältnis.

§ 7  Stornierung, Verspätung und Nichterscheinen

(1)  Sämtliche Termine im Inanna Privé®-System werden exklusiv für den Kunden reserviert, individuell vorbereitet und mit eingeplantem Vorbereitungs- und Regenerationszeitraum für die Behandlungsumgebung terminiert.

(2)  Eine kostenfreie Stornierung oder Umbuchung ist bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Behandlungsbeginn möglich, sofern die Mitteilung gemäß Absatz 7 erfolgt.

(3)  Bei Stornierungen weniger als 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin oder bei Nichterscheinen ohne vorherige Mitteilung ist die Anbieterin berechtigt, eine Stornierungsgebühr in Höhe von bis zu 100 % des gebuchten Leistungswerts zu berechnen. Diese Gebühr bildet den typischen Schaden der Anbieterin ab. Dieser umfasst: die exklusive Reservierung des Behandlungsraums, die individuelle Vorbereitung von Produkten, Materialien und Geräten für die spezifische Behandlung des Kunden, die Bereitstellung einer Fachkraft für die gesamte Dauer des Termins sowie den Verlust des Terminplatzes, der aufgrund der begrenzten Kapazität und der Voranmeldungsstruktur des Inanna Privé®-Systems in der Regel kurzfristig nicht anderweitig vergeben werden kann. Die Stornierungsgebühr stellt einen pauschalierten Schadensersatz im Sinne des § 309 Nr. 5 BGB dar. Die ersparten Aufwendungen der Anbieterin bei Nichtdurchführung der Leistung sind im Verhältnis zum Gesamtleistungswert vernachlässigbar. Die ersparten Aufwendungen beschränken sich auf noch nicht geöffnete Verbrauchsmaterialien und stellen typischerweise weniger als 5 % des Leistungswerts dar; sämtliche übrigen Kostenbestandteile – Raumreservierung, Fachkraftzuordnung, Gerätesterilisation und Terminexklusivität – fallen unabhängig vom Erscheinen des Kunden an.

(4)  Dem Kunden steht der Nachweis offen, dass der tatsächlich entstandene Schaden der Anbieterin im Einzelfall geringer war als die nach Absatz 3 erhobene Gebühr. In diesem Fall wird die Gebühr entsprechend herabgesetzt. Der Anbieterin steht gleichermaßen der Nachweis offen, dass der tatsächlich entstandene Schaden die Gebühr überstieg; in diesem Fall kann die Anbieterin den höheren Betrag geltend machen.

(5)  Erscheint der Kunde verspätet, jedoch innerhalb von 15 Minuten, wird die Anbieterin die Leistung in der verbleibenden Zeit nach Möglichkeit erbringen. Die Behandlung kann verkürzt werden; der volle Preis bleibt geschuldet. Eine Verlängerung des Termins über die vorgesehene Endzeit hinaus ist nicht geschuldet.

(6)  Erscheint der Kunde mehr als 15 Minuten nach dem vereinbarten Termin, kann die Anbieterin den Termin als Nichterscheinen gemäß Absatz 3 behandeln, sofern die verbleibende Zeit nach Einschätzung der Anbieterin für eine sichere Durchführung nicht ausreicht. Erbringt die Anbieterin gleichwohl eine verkürzte Behandlung, gilt Absatz 5.

(7)  Stornierungen und Umbuchungen sind in Textform (§ 126b BGB) mitzuteilen. Folgende Kanäle genügen dieser Anforderung:

–  E-Mail: [email protected] 
–  WhatsApp: https://inanna.spa/whatsapp 
–  Schriftlich an: Inanna GmbH, Charlottenstraße 19, 10117 Berlin
–  Persönlich in den Geschäftsräumen (durch die Anbieterin dokumentiert)

Telefonanrufe, Mailbox-Nachrichten und mündliche Erklärungen genügen nicht. Teilt ein Kunde eine Stornierung telefonisch mit, bestätigt die Anbieterin diese in Textform. Die Stornierung wird mit Zugang der Bestätigung der Anbieterin wirksam.

(8)  Für die Einhaltung der 24-Stunden-Frist ist der Zeitpunkt des Zugangs maßgeblich. Bei E-Mail und WhatsApp gilt die Nachricht als zugegangen, sobald sie den Server der Anbieterin erreicht, unabhängig davon, ob sie gelesen wurde. Der Kunde trägt die Beweislast für die rechtzeitige und formgerechte Mitteilung. Die Anbieterin führt ein Stornierungsprotokoll mit Angaben zu Zeitpunkt, Kanal und Inhalt jeder eingegangenen Mitteilung.

(9)  Die Stornierungsregelung gilt für jede einzelne Sitzung innerhalb eines Pakets oder Kurses. Versäumte Sitzungen werden nicht nachgeholt, es sei denn, die Anbieterin stimmt zu.

(10)  Bei Leistungen mit einem Wert von mehr als 500 € kann die Anbieterin eine Anzahlung verlangen (§ 6 Abs. 4). Eine bereits geleistete Anzahlung kann mit einer fälligen Stornierungsgebühr verrechnet werden. Ein Überschuss wird erstattet.

(11)  Wird die Buchung von einer anderen Person als dem Leistungsempfänger vorgenommen, haftet die buchende Person für die Stornierungsgebühr. Bucht ein Gutscheininhaber gemäß § 15, übernimmt der Inhaber diese Verpflichtungen mit der Buchung.

(12)  Werden mehrere Leistungen für denselben Besuch gebucht, bezieht sich die Stornierungsgebühr auf den Gesamtwert. Jede Leistung wird im Inanna Privé®-System einzeln reserviert und vorbereitet.

(13)  Die Stornierungsgebühr nach Absatz 3 entfällt, wenn das Erscheinen des Kunden durch außergewöhnliche, katastrophale Umstände verhindert wird, die sich der Kontrolle des Kunden vollständig entziehen, beschränkt auf: behördlich angeordnete Bewegungseinschränkungen, Naturkatastrophen oder schwere Unwetterereignisse oder großflächige Störungen der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur, bestätigt durch die zuständige Verkehrsbehörde, die die Anreise zu den Geschäftsräumen unmöglich oder unzumutbar machen. Gewöhnliche Störungen im öffentlichen Nahverkehr genügen nicht. Der Kunde hat die Anbieterin unverzüglich zu benachrichtigen und auf Verlangen Nachweise vorzulegen. Die Anbieterin beurteilt, ob die Voraussetzungen dieses Absatzes erfüllt sind. Diese Beurteilung lässt das Recht des Kunden auf gerichtliche Überprüfung unberührt.

(14)  Offene Stornierungsrechnungen sind vor Buchung eines neuen Termins zu begleichen. Nach zwei oder mehr Fällen von Nichterscheinen oder verspäteter Stornierung innerhalb von 12 Monaten kann die Anbieterin zusätzlich eine Vorauszahlung für künftige Buchungen verlangen oder diese ablehnen.

(15)  Bei dokumentierter, unvorhersehbarer Verhinderung --- beschränkt auf akute Krankenhauseinweisung, akuten medizinischen Notfall mit sofortigem professionellen Behandlungsbedarf oder Beteiligung an einem meldepflichtigen Unfall (Unfallanzeige) --- kann die Anbieterin nach eigenem Ermessen eine teilweise Reduzierung der Stornierungsgebühr in Betracht ziehen. Ein vollständiger Erlass wird grundsätzlich nicht gewährt. Der Kunde hat innerhalb von 14 Kalendertagen nach dem versäumten Termin geeignete Nachweise (ärztliches Attest, Krankenhausaufnahmebeleg oder polizeiliche Bescheinigung) vorzulegen. Nach Ablauf dieser Frist eingereichte Anträge werden nicht berücksichtigt. Ein Rechtsanspruch auf Reduzierung besteht nicht. Die Beurteilung der Anbieterin ist in erster Instanz maßgeblich. Das Recht des Kunden auf gerichtliche Überprüfung bleibt unberührt.

(16)  Stornierungsrechnungen werden innerhalb von 14 Kalendertagen nach dem versäumten Termin ausgestellt. Die Zahlung ist innerhalb von 14 Kalendertagen nach Rechnungszugang fällig.

§ 8  Mitwirkungs- und Offenbarungspflicht des Kunden

(1)  Vor der ersten Behandlung --- und vor weiteren Behandlungen, soweit einschlägig --- hat der Kunde den Gesundheitsfragebogen (Anamnesebogen) der Anbieterin vollständig und wahrheitsgemäß auszufüllen.

(2)  Der Fragebogen erfasst: bestehende Erkrankungen, chronische Krankheiten, Allergien oder Unverträglichkeiten, aktuelle Medikation (einschließlich topischer Präparate), Hauterkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit, kürzlich durchgeführte chirurgische oder ästhetische Eingriffe, Implantate oder Prothesen im Behandlungsbereich, onkologischen Behandlungsstatus (einschließlich Art, Phase und Datum der letzten Behandlung), Ports, Katheter, Drainagen oder medizinische Geräte im oder am Behandlungsbereich, Lymphödem oder Lymphknotenentfernung, Neuropathie oder veränderte Empfindung, Bestrahlungsareale, immunsuppressive Medikation, Trimester und voraussichtlichen Entbindungstermin (soweit einschlägig), Entbindungsmethode und postpartalen Heilungsverlauf, aktuelle Weisungen oder Einschränkungen des behandelnden Arztes, Geburtshelfers oder der Hebamme sowie alle weiteren für eine sichere Leistungserbringung relevanten Umstände.

(3)  Änderungen des Gesundheitszustands nach dem erstmaligen Ausfüllen des Fragebogens sind vor der nächsten Behandlung mitzuteilen.

(4)  Die Beurteilung der Behandlungseignung durch die Anbieterin basiert auf diesen Angaben. Deren Richtigkeit ist für eine sichere Leistungserbringung wesentlich.

(5)  Der Kunde hat sämtliche Vor- und Nachbehandlungsanweisungen zu befolgen. Eine Nichtbeachtung kann das Ergebnis beeinträchtigen und die Haftung der Anbieterin beschränken.

(6)  Die Anbieterin fordert für jede Behandlung eine behandlungsspezifische Einwilligungserklärung. Mit der Unterschrift bestätigt der Kunde, dass die erwarteten Wirkungen, möglichen Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Nachsorgeanforderungen erläutert und verstanden wurden, und erklärt sich mit sämtlichen darin genannten Nachsorgepflichten einverstanden. Die Nichteinhaltung solcher Pflichten unterliegt § 12.3.

(7)  Soweit die Anbieterin im Rahmen der vereinbarten Leistungen eine Mikronährstoffanalyse oder individuell zusammengestellte Nahrungsergänzungsmittel anbietet, bedarf es der ausdrücklichen Einwilligung des Kunden für: (a) die Überweisung von Blutproben an ein unabhängiges Diagnoselabor zur Analyse; (b) die Weitergabe gesundheitsbezogener Daten an das Labor und an den Hersteller der Mikronährstoffrezeptur zum Zweck der individuellen Zusammenstellung; und (c) den Empfang und die weitere Verarbeitung von Blutuntersuchungsergebnissen durch die Anbieterin als Teil der Gesundheitsakte des Kunden. Diese Einwilligung wird als Teil der behandlungsspezifischen Einwilligungserklärung gemäß Absatz 6 eingeholt und kann jederzeit gemäß § 22 Abs. 2 widerrufen werden. Die Anbieterin hat mit dem betreffenden Labor und dem Hersteller Auftragsverarbeitungsverträge gemäß Art. 28 DSGVO geschlossen. Einzelheiten sind in der Datenschutzerklärung dargelegt.

§ 9  Recht zur Ablehnung oder zum Abbruch einer Behandlung

(1)  Die Anbieterin kann eine Behandlung ablehnen oder abbrechen, wenn:

a)  der Gesundheitsfragebogen des Kunden unvollständig oder widersprüchlich ist oder nicht eingereicht wurde;

b)  eine fachliche Beurteilung durch die Anbieterin ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für den Kunden ergibt;

c)  der Kunde erkennbar unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder anderen Substanzen steht, die die Urteilsfähigkeit oder körperliche Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen können;

d)  das Verhalten des Kunden mit der sicheren Erbringung der Leistung oder dem Wohlbefinden anderer Gäste oder Mitarbeiter unvereinbar ist (vgl. § 19); oder

e)  während der Behandlung eine zuvor nicht bekannte Kontraindikation ersichtlich wird.

(2)  Wird eine Behandlung aus Gründen abgelehnt, die dem Kunden zuzurechnen sind (unvollständige Angaben, Beeinträchtigung oder Verhalten), kann die Stornierungsgebühr gemäß § 7 Abs. 3 anfallen.

(3)  Wird eine Behandlung aufgrund einer von der Anbieterin festgestellten Kontraindikation oder eines Gesundheitsrisikos abgelehnt oder abgebrochen, fällt keine Stornierungsgebühr an. Die Anbieterin empfiehlt dem Kunden eine geeignete ärztliche Abklärung.

(4)  Die Anbieterin kann als Voraussetzung für den Beginn oder die Fortsetzung einer Behandlung eine ärztliche Freigabe in Textform (§ 126b BGB) durch den behandelnden Arzt, Geburtshelfer, die Hebamme oder einen anderen qualifizierten medizinischen Fachmann verlangen. Dies gilt, wenn die fachliche Einschätzung der Anbieterin ergibt, dass die medizinischen Umstände des Kunden eine Abstimmung mit seinem klinischen Team erfordern. Die Anbieterin ist nicht verpflichtet, die Behandlung vor Erhalt der Freigabe durchzuführen. Wird ein Termin in Erwartung der ärztlichen Freigabe verschoben, fällt für den verschobenen Termin keine Stornierungsgebühr an.

(5)  Das Recht des Kunden, eine bereits begonnene Behandlung jederzeit abzubrechen, bleibt unberührt. Im Falle eines freiwilligen Abbruchs hat der Kunde die Vergütung anteilig zu entrichten (§ 628 Abs. 1 BGB). Die individuelle Vorbereitung der Behandlung --- einschließlich der exklusiven Reservierung, der Bereitstellung von Produkten, Materialien und Geräten sowie der Zuordnung einer Fachkraft --- gilt als bei Behandlungsbeginn vollständig erbracht. Die Vergütung für den bereits erbrachten Teil umfasst daher diese Vorbereitungsleistungen sowie den zeitanteiligen Anteil der begonnenen Behandlung.

§ 10  Ergebnisse und Wirkungen

(1)  Die Leistungen der Anbieterin sind ästhetisch und wellnessorientiert. Sie stellen keine ärztliche Behandlung, Diagnose oder Beratung dar. Sämtliche gerätegestützte Behandlungen bewegen sich im rechtmäßigen Rahmen der kosmetischen Praxis gemäß der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) und bedürfen weder der Überwachung durch noch der Delegation von einem Arzt oder Heilpraktiker.

(2)  Ergebnisse variieren individuell und hängen von Hauttyp, Alter, Gesundheitszustand, Lebensführung, Behandlungsfrequenz und Einhaltung der Nachsorgeanweisungen ab.

(3)  Ein bestimmtes Ergebnis wird nicht gewährleistet. Visuelle Darstellungen und Erfahrungsberichte sind lediglich illustrativ.

(4)  Bei Behandlungskursen können einzelne Sitzungen schrittweise Ergebnisse liefern, die sich im Zeitverlauf zeigen.

(5)  Soweit die Anbieterin Leistungen anbietet, die für Kundinnen in der Schwangerschaft, im Wochenbett oder unter medizinischer Behandlung konzipiert sind --- einschließlich der als MamiSpa® und OncoSpa® bezeichneten Programme --- werden diese als unterstützende Wohlfühlpflege erbracht. Sie ersetzen, ergänzen oder beeinflussen nicht die laufende medizinische Versorgung des Kunden und stellen weder ärztliche Beratung noch onkologische Unterstützung oder geburtshilfliche Begleitung dar. Der Kunde bleibt für die Abstimmung mit seinem behandelnden Arzt, Geburtshelfer, der Hebamme oder einem anderen qualifizierten medizinischen Fachmann hinsichtlich Eignung und Zeitpunkt jeder Leistung verantwortlich.

§ 11  Produkte, Materialien und Geräte

(1)  Die Anbieterin verwendet professionelle Produkte, Materialien und Geräte. Die Auswahl liegt im Ermessen der Anbieterin, geleitet von den Bedürfnissen des Kunden, dem Behandlungsprotokoll und der Verfügbarkeit.

(2)  Die Anbieterin kann ein Produkt, Material oder Gerät durch eine gleichwertige Alternative ersetzen, sofern die Substitution die Leistung nicht wesentlich verändert und keiner offengelegten Allergie oder Kontraindikation widerspricht. Die Anbieterin informiert den Kunden vor oder während der Behandlung über jede wesentliche Substitution.

(3)  Besondere Produktwünsche, Empfindlichkeiten oder Einschränkungen sind vorab mitzuteilen. Die Anbieterin wird sich in angemessenem Rahmen um deren Berücksichtigung bemühen, kann die Verfügbarkeit jedoch nicht gewährleisten.

(4)  Die Anbieterin hält die Hygiene- und Sterilisationsstandards nach Maßgabe der geltenden Gesetze ein, insbesondere des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) und der einschlägigen RKI-Empfehlungen.

(5)  Sämtliche gerätegestützte Behandlungen werden in voller Übereinstimmung mit der NiSV durchgeführt.

(6)  Gerätegestützte Behandlungen werden ausschließlich von staatlich geprüften Kosmetikerinnen / Kosmetikern durchgeführt, die über ein anerkanntes Berufsdiplom und sämtliche nach der NiSV erforderlichen Fachkundenachweise für die jeweiligen Gerätekategorien und Behandlungsarten verfügen.

(7)  Die Anbieterin führt Aufzeichnungen über die staatliche Prüfung, die Anerkennung des Berufsdiploms und die NiSV-Fachkundenachweise jeder Fachkraft. Diese Aufzeichnungen werden bei jeder Änderung des Personals, des Qualifikationsstatus oder der aufsichtsrechtlichen Anforderungen aktualisiert. Die Anbieterin stellt sicher, dass die Fortbildungspflichten nach der NiSV erfüllt werden.

(8)  Die Anbieterin unterhält eine Betriebshaftpflichtversicherung, die den gesamten Leistungsumfang gemäß § 1 einschließlich aller gerätegestützten Behandlungen abdeckt. Darüber hinaus bestehen eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O), eine Cyberversicherung, eine Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung sowie eine Rechtsschutzversicherung.

§ 12  Haftung, Streitigkeiten und Rechtsbehelfe

12.1  Haftung

(1)  Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht werden, sowie für Verletzungen des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit unabhängig vom Verschuldensgrad.

(2)  Bei einfacher Fahrlässigkeit ist die Haftung auf die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) beschränkt und der Höhe nach auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3)  Die Haftung für sonstige Schäden bei einfacher Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen.

(4)  Die zwingende gesetzliche Haftung --- insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG) --- bleibt unberührt.

(5)  Beruht ein Schaden auf unrichtigen oder unvollständigen Gesundheitsangaben (§ 8), ist die Haftung der Anbieterin ausgeschlossen, soweit richtige Angaben den Schaden verhindert hätten.

(6)  Die Anbieterin haftet nicht für Schäden, die auf die Nichtbeachtung von Vor- oder Nachbehandlungsanweisungen durch den Kunden zurückzuführen sind, soweit deren Befolgung den Schaden verhindert oder wesentlich verringert hätte.

(7)  Die Absätze 1 bis 6 gelten gleichermaßen für die Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen der Anbieterin.

(8)  Die Anbieterin unterhält den in § 11 Abs. 8 beschriebenen Versicherungsschutz.

12.2  Art der Leistung

(1)  Behandlungen werden als Dienstleistungen erbracht (Dienstvertrag, § 611 BGB). Ein bestimmter Erfolg wird nicht geschuldet.

(2)  Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass individuelle Hautreaktionen variieren und dass vorübergehende Behandlungsreaktionen --- Rötungen, Texturveränderungen, Empfindlichkeit, vorübergehende Pigmentierung --- bekannt, erwartbar und vor der Behandlung offengelegt sind. Ihr Auftreten stellt keine mangelhafte Leistung dar.

12.3  Mitwirkungspflicht des Kunden

(1)  Der Kunde ist verpflichtet: (a) vor der Behandlung vollständige und zutreffende Gesundheits- und Hautinformationen bereitzustellen; (b) die erteilten Nachsorgeanweisungen zu befolgen; (c) die Anbieterin unverzüglich über etwaige Bedenken nach der Behandlung zu informieren; und (d) konstruktiv am Beschwerdeverfahren gemäß § 12.5 mitzuwirken.

(2)  Hat die Nichtbeachtung dieser Pflichten durch den Kunden zu dem beanstandeten Ergebnis beigetragen, findet § 254 BGB Anwendung.

12.4  Erstattung

(1)  Erbrachte Behandlungen sind nicht erstattungsfähig. Subjektive Unzufriedenheit oder vorübergehende Reaktionen innerhalb des offengelegten Spektrums begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Preisminderung. Die Haftung der Anbieterin gemäß § 12.1 bleibt hiervon unberührt.

(2)  Wird eine begründete Beschwerde gemäß § 12.5 anerkannt, kann die Anbieterin nach eigenem Ermessen eine Folgeuntersuchung oder unterstützende Behandlung anbieten. Solche Maßnahmen stellen eine berufliche Kulanzleistung dar, keine Entschädigung, und begründen keinen Präzedenzfall.

12.5  Beschwerdeverfahren

(1)  Beschwerden im Zusammenhang mit Behandlungen sollten im Rahmen des folgenden strukturierten Verfahrens gelöst werden, auf das in § 26 verwiesen wird.

(2)  Stufe 1 --- Mitteilung. Der Kunde teilt der Anbieterin das Anliegen in Textform (§ 126b BGB) unter Angabe des Behandlungsdatums und etwaiger Belege mit. Die Anbieterin bestätigt den Eingang innerhalb von fünf Werktagen.

(3)  Stufe 2 --- Beurteilung. Die Anbieterin bietet innerhalb eines angemessenen Zeitraums eine kostenlose fachliche Beurteilung an --- persönlich oder per Video. Der Kunde wirkt in angemessener Weise mit.

(4)  Stufe 3 --- Substantiierung. Macht der Kunde einen Schaden geltend, legt er eine fachliche Beurteilung eines approbierten Arztes oder Dermatologen vor, die die klinischen Befunde beschreibt und, soweit möglich, zur Kausalität Stellung nimmt. Die Anbieterin kann mit Einwilligung des Kunden ihre Behandlungsdokumentation an den behandelnden Arzt weitergeben.

(5)  Eine Beschwerde, die einen Schaden behauptet und nicht innerhalb einer angemessenen Frist durch ärztliche Nachweise untermauert wird, gilt für Zwecke der internen Bewertung als nicht substantiiert. Das Recht des Kunden auf gerichtliche Geltendmachung bleibt unberührt.

(6)  Stufe 4 --- Stellungnahme. Innerhalb von 14 Kalendertagen nach Eingang des ärztlichen Nachweises (oder nach Abschluss der Beurteilung, sofern kein Schaden geltend gemacht wird) übermittelt die Anbieterin eine schriftliche Stellungnahme mit ihrer Bewertung und gegebenenfalls angebotenen Abhilfemaßnahmen.

(7)  Stufe 5 --- Eskalation. Bleibt die Angelegenheit ungelöst, kann jede Partei eine Mediation oder ein Gerichtsverfahren einleiten. Die Durchführung dieses Verfahrens ist keine Voraussetzung für eine Klageerhebung. Die Position der Anbieterin zur Verbraucherstreitbeilegung ist in § 27 dargelegt.

12.6  Unabhängige Begutachtung

(1)  Die Anbieterin kann auf eigene Kosten ein unabhängiges ärztliches Gutachten einholen. Der Kunde hat in angemessener Weise mitzuwirken.

(2)  Eine fehlende Mitwirkung kann in etwaigen späteren Verfahren berücksichtigt werden.

12.7  Beweislast

(1)  Der Kunde trägt die Beweislast dafür, dass die Anbieterin ihre Sorgfaltspflicht verletzt hat und dass diese Verletzung den behaupteten Schaden verursacht hat. Die Anbieterin trägt die Beweislast dafür, dass die Behandlung nach fachlichen Standards durchgeführt wurde, unter Bezugnahme auf ihre Behandlungsdokumentation.

(2)  Legt der Kunde angeforderte ärztliche Nachweise nicht vor oder lehnt er die gemäß §§ 12.5 und 12.6 angebotenen Begutachtungen ab, kann sich die Anbieterin auf ihre eigene Dokumentation stützen.

12.8  Öffentliche Äußerungen

(1)  Das Recht des Kunden, eine auf wahren Tatsachen beruhende ehrliche Meinung zu äußern, wird anerkannt und ist durch Art. 5 Abs. 1 GG geschützt. Dieses Recht wird durch diese AGB nicht eingeschränkt.

(2)  Die berufliche Reputation der Anbieterin ist ein rechtlich geschütztes Gut (§§ 823, 824, 1004 BGB; Art. 2 Abs. 1, 12 Abs. 1 GG). Öffentliche Äußerungen über die Anbieterin --- einschließlich Online-Bewertungen --- müssen wahrheitsgemäß und auf überprüfbaren Tatsachen begründet sein. Unwahre, erfundene oder wesentlich irreführende Äußerungen sind keine geschützte Meinungsäußerung.

(3)  Bei Verbreitung solcher Äußerungen kann die Anbieterin: 

a) Beseitigung oder Berichtigung verlangen; 

b) Unterlassung im Wege der einstweiligen Verfügung oder durch strafbewehrte Unterlassungserklärung geltend machen; 

c) Schadensersatz einschließlich Rechtsverfolgungskosten und wirtschaftlicher Einbußen geltend machen; und 

d) die Angelegenheit der betreffenden Plattform nach geltendem Recht melden.

(4)  Die Anbieterin behält sich ausdrücklich vor, bei nachweislich unwahren Tatsachenbehauptungen (§§ 186, 187 StGB) ohne vorherige Abmahnung gerichtliche Schritte einzuleiten.

12.9  Dokumentation

(1)  Die Anbieterin führt Behandlungsaufzeichnungen nach Maßgabe der geltenden Gesetze. Diese können offengelegt werden, soweit dies zur Wahrnehmung der Rechte der Anbieterin erforderlich ist, vorbehaltlich der datenschutzrechtlichen Bestimmungen.

(2)  Im Streitfall kann die Anbieterin Behandlungsunterlagen offenlegen, soweit dies zur Wahrnehmung ihrer berechtigten Interessen erforderlich ist und den datenschutzrechtlichen Bestimmungen entspricht. Soweit gesundheitsbezogene Daten betroffen sind, holt die Anbieterin vor der Offenlegung die gesonderte ausdrückliche Einwilligung des Kunden ein oder stützt sich auf die einschlägige Rechtsgrundlage gemäß Art. 9 Abs. 2 lit. f DSGVO (Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen).

12.10  Frist

(1)  Um eine zeitnahe Untersuchung zu ermöglichen, solange Behandlungswirkungen noch beurteilbar sind, empfiehlt die Anbieterin dem Kunden, etwaige Bedenken innerhalb von sechs Monaten nach dem Behandlungsdatum in Textform (§ 126b BGB) anzuzeigen.

(2)  Die gesetzlichen Verjährungsfristen (§§ 195, 199 BGB) bleiben insoweit unberührt, als sie nicht durch Vereinbarung verkürzt werden können.

(3)  Eine verspätete Anzeige führt nicht zum Verlust der Ansprüche des Kunden, kann jedoch die Möglichkeit der Anbieterin zur sachgerechten Untersuchung und Beweissicherung beeinträchtigen und im Rahmen der Mitwirkungspflicht des Kunden (§ 12.3) berücksichtigt werden.

12.11  Salvatorische Klausel

Ist eine Bestimmung dieses Abschnitts unwirksam, bleiben die übrigen Bestimmungen in Kraft. Die unwirksame Bestimmung wird durch eine wirksame Bestimmung ersetzt, die ihrem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

§ 13  Höhere Gewalt

(1)  Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder Verzögerung infolge von Umständen, die außerhalb ihres zumutbaren Einflussbereichs liegen, einschließlich: Naturkatastrophen, Brand, Überschwemmung, Epidemien, Pandemien, Ausfall der Versorgungsinfrastruktur, Streiks oder Arbeitskampfmaßnahmen (ausgenommen die eigenen Beschäftigten der Partei), Anordnungen von Behörden, Unruhen und bewaffnete Konflikte.

(2)  Verhindert höhere Gewalt die Erbringung einer gebuchten Leistung, benachrichtigt die Anbieterin den Kunden unverzüglich und bietet eine kostenfreie Umbuchung an. Ist eine Umbuchung innerhalb einer angemessenen Frist nicht möglich, kann jede Partei ohne Gebühr stornieren; bereits geleistete Vorauszahlungen werden vollständig erstattet.

§ 14  Widerrufsrecht für Verbraucher (Widerrufsbelehrung)

14.1  Anwendungsbereich

(1)  Verbrauchern, die einen Fernabsatzvertrag im Sinne des § 312c BGB schließen, steht das nachstehend erläuterte gesetzliche Widerrufsrecht zu. Dies gilt für Dienstleistungsbuchungen, die online, telefonisch, per E-Mail oder über WhatsApp vorgenommen werden.

(2)  Dieser Abschnitt gilt nicht für Verträge, die ausschließlich persönlich in den Geschäftsräumen der Anbieterin geschlossen werden. Produktkäufe vor Ort sind vom Widerrufsrecht ausgenommen, da sie keine Fernabsatzverträge darstellen.

14.2  Widerrufsbelehrung für Dienstleistungsverträge

Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses (d. h. dem Tag, an dem Sie die Terminbestätigung erhalten haben).

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns:

Inanna GmbH

mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein per Post versandter Brief, eine E-Mail oder eine WhatsApp-Nachricht) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das Muster-Widerrufsformular unter https://inanna.beauty/widerruf verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Hinweis: Das gesetzliche Widerrufsrecht kann auf jedem der vorstehenden Wege --- einschließlich telefonisch --- ausgeübt werden. Davon zu unterscheiden ist die Stornierung oder Umbuchung eines bereits vereinbarten Termins, die der Textform gemäß § 7 Abs. 7 bedarf.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts

Ihr Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn und sobald die Anbieterin die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Erbringung erst begonnen hat, nachdem Sie:

a)  Ihre ausdrückliche Zustimmung erteilt haben, dass die Anbieterin mit der Erbringung der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt; und

b)  Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung durch die Anbieterin verlieren.

Dies steht im Einklang mit § 356 Abs. 4 BGB. Die Anbieterin holt beide Bestätigungen vor Leistungsbeginn ein. Dies kann durch die Unterschrift des Kunden auf dem Gesundheitsfragebogen und der Einwilligungserklärung (§ 8) erfüllt werden, die den Text von (a) und (b) als gesonderten, deutlich gekennzeichneten Abschnitt mit eigenem Ankreuzfeld oder Initialenzeile enthalten muss. Die Anbieterin bewahrt das unterzeichnete Original auf.

14.3  Muster-Widerrufsformular

Das Muster-Widerrufsformular ist auf der Website der Anbieterin unter https://inanna.beauty/widerruf abrufbar und wird dem Kunden bei Vertragsschluss auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. per E-Mail) gemäß Art. 246a § 1 Abs. EGBGB zur Verfügung gestellt.

§ 15  Leistungsgutscheine

(1)  Die Anbieterin gibt Leistungsgutscheine aus, die den Inhaber zur Inanspruchnahme einer bestimmten, auf dem Gutschein bezeichneten Leistung berechtigen. Leistungsgutscheine sind keine Wertgutscheine; sie weisen keinen Geldbetrag aus und können nicht auf andere als die angegebene Leistung angerechnet werden. Jeder Gutschein trägt auf seiner Vorderseite: die Bezeichnung „Leistungsgutschein", den Leistungsnamen, die Dauer, die Behandlungskategorie (soweit einschlägig), das Ausstellungsdatum und das Ablaufdatum.

(2)  Leistungsgutscheine sind ab dem Ausstellungsdatum 12 Monate gültig, wie auf dem Gutschein vermerkt. Dies trägt dem betrieblichen Erfordernis Rechnung, die fortlaufende Verfügbarkeit der bezeichneten Fachkraft, die Stabilität der Behandlungsprotokolle und Produktformulierungen sowie die Übereinstimmung der Preisgestaltung zum Einlösezeitpunkt mit dem gezahlten Preis sicherzustellen. Nach Ablauf erlischt der Einlöseanspruch.

(3)  Der Käufer eines Leistungsgutscheins erwirbt das Recht, die auf dem Gutschein bezeichnete Leistung selbst in Anspruch zu nehmen oder an einen Dritten zu übertragen. Der Gutschein ist übertragbar, sofern nicht anders angegeben. Der Inhaber muss den Gutschein innerhalb der Gültigkeitsdauer buchen und einlösen.

(4)  Ist die bezeichnete Leistung zum Zeitpunkt der Einlösung nicht mehr verfügbar (z. B. aufgrund von Einstellung oder wesentlicher Änderung des Behandlungsangebots), bietet die Anbieterin eine vergleichbare Alternative gleichen Umfangs an. Steht keine vergleichbare Alternative zur Verfügung, erstattet die Anbieterin den ursprünglichen Kaufpreis.

(5)  Leistungsgutscheine können nicht gegen Bargeld eingelöst, als Guthaben auf andere Leistungen angerechnet oder in Wertgutscheine umgetauscht werden.

(6)  Der Inhaber ist für die sichere Aufbewahrung des Gutscheins verantwortlich. Verlorene oder gestohlene Gutscheine werden nicht ersetzt, es sei denn, die Anbieterin kann Gültigkeit und Einlösestatus anhand ihrer Aufzeichnungen verifizieren.

(7)  Mit Ablauf der Gültigkeitsdauer erlischt der Anspruch des Inhabers auf die bezeichnete Leistung. Der Bereicherungsanspruch des Käufers auf Rückerstattung des Kaufpreises (§ 812 BGB) --- soweit die Gegenleistung nicht erbracht wurde --- bleibt unberührt und unterliegt der gesetzlichen Verjährungsfrist (§ 195 BGB).

(8)  Löst der Inhaber einen Leistungsgutschein ein und bucht einen Termin, übernimmt er mit der Buchung die Pflichten aus diesen AGB, einschließlich der Stornierungs- und Nichterscheinensregelungen des § 7. Der ursprüngliche Käufer haftet nicht für Stornierungsgebühren aus Buchungen des Inhabers.

§ 16  Aktionsgutscheine und Prämienprogramme

(1)  Die Anbieterin kann nach eigenem Ermessen Aktionsgutscheine als freiwillige Geste der Wertschätzung ausgeben. Solche Gutscheine sind unentgeltlich; es wird kein Kaufpreis entrichtet, keine Gegenleistung gefordert und kein Rechtsanspruch auf Ausstellung begründet. Die Anbieterin kann die Bedingungen eines Programms jederzeit mit einer Frist von 30 Tagen ändern, aussetzen oder einstellen. Änderungen wirken sich nicht auf bereits ausgegebene Gutscheine aus.

(2)  Im Rahmen des Inanna Ambassador®-Programms gibt die Anbieterin einen Aktionsgutschein über 50 € an einen Kunden aus, der einen Neukunden empfiehlt, sofern der empfohlene Neukunde eine erste Transaktion mit einem Bruttotransaktionswert (einschließlich USt., vor Anrechnung von Gutscheinguthaben) von mindestens 250 € abschließt. Der Gutschein wird nach vollständiger Durchführung und Bezahlung der Transaktion des empfohlenen Neukunden ausgestellt.

(3)  Wird die Transaktion des empfohlenen Neukunden nachträglich ganz oder teilweise rückgängig gemacht, storniert oder zurückgebucht, sodass die Schwelle von 250 € nicht mehr erreicht wird, kann die Anbieterin den Gutschein widerrufen oder, sofern bereits eingelöst, den Betrag mit der nächsten Rechnung des empfehlenden Kunden verrechnen.

(4)  Der Inanna Ambassador®-Gutschein ist ab dem Ausstellungsdatum drei Monate gültig. Diese Gültigkeitsdauer entspricht dem Aktionscharakter des Gutscheins und dem Interesse der Anbieterin an einer planbaren Betriebsführung.

(5)  Im Rahmen des Inanna Birthday®-Programms gibt die Anbieterin einen Aktionsgutschein über 25 € an jeden in der Kundendatenbank erfassten Kunden zum Geburtstag aus. Der Kunde ist für die Richtigkeit des hinterlegten Geburtsdatums verantwortlich.

(6)  Der Inanna Birthday®-Gutschein ist ab dem Ausstellungsdatum bis zum Vortag des nächsten Geburtstags des Kunden gültig. Diese Gültigkeitsdauer entspricht dem jährlich wiederkehrenden Charakter des Programms.

(7)  Aktionsgutscheine sind gegen Dienstleistungen und Produkte in den Geschäftsräumen der Anbieterin einlösbar. Gutscheine sind persönlich, nicht übertragbar und nicht in Bargeld einlösbar. Gutscheine können in derselben Transaktion nicht mit anderen Aktionsgutscheinen kombiniert werden. Liegt der Transaktionswert unter dem Gutscheinwert, steht der Restbetrag innerhalb der Gültigkeitsdauer zur Verfügung.

(8)  Mit Ablauf der Gültigkeitsdauer verfällt der Gutschein ersatzlos. Da der Empfänger keine Gegenleistung erbracht hat, besteht kein Bereicherungsanspruch nach § 812 BGB.

(9)  Die Anbieterin verarbeitet die für die Programmverwaltung erforderlichen personenbezogenen Daten (Name, Geburtsdatum, Empfehlungsstatus, Guthabenstand) auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an Kundenbindung und Empfehlungsmanagement). Einzelheiten sind in der Datenschutzerklärung dargelegt.

§ 17  Leistungspakete und Behandlungskurse

(1)  Die Anbieterin kann Mehrfachsitzungspakete oder Behandlungskurse zu einem Gesamtpreis anbieten. Solche Pakete unterliegen den zum Zeitpunkt des Kaufs mitgeteilten Bedingungen.

(2)  Sofern nicht schriftlich anders vereinbart, sind Pakete und Kurse persönlich und nicht übertragbar.

(3)  Paketsitzungen müssen innerhalb der beim Kauf angegebenen Gültigkeitsdauer eingelöst werden. Ist keine Gültigkeitsdauer angegeben, sind die Sitzungen innerhalb von 12 Monaten ab Kauf einzulösen.

(4)  Nicht in Anspruch genommene Einzelsitzungen innerhalb eines Pakets sind nicht erstattungsfähig, es sei denn, die Nichterbringung ist der Anbieterin zuzurechnen. Die Stornierungsregelung gemäß § 7 gilt für jede Sitzung einzeln.

(5)  Bei einer wesentlichen, dauerhaften Veränderung der Umstände des Kunden, die eine Fortsetzung der Behandlung unmöglich oder nicht ratsam macht --- einschließlich einer dokumentierten medizinischen Kontraindikation oder eines nachgewiesenen Wohnortwechsels an einen Ort von mehr als 100 km von den Geschäftsräumen entfernt --- kann die Anbieterin nach eigenem Ermessen eine angemessene Alternative anbieten: Guthaben für andere Leistungen, Verlängerung der Gültigkeitsdauer oder anteilige Erstattung für noch nicht erbrachte Sitzungen. Der Kunde hat geeignete Nachweise vorzulegen.

(6)  Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer erlischt der Anspruch des Kunden auf nicht in Anspruch genommene Sitzungen. Der Bereicherungsanspruch des Kunden auf Rückerstattung des anteiligen Kaufpreises für nicht erbrachte Sitzungen (§ 812 BGB) bleibt unberührt und unterliegt der gesetzlichen Verjährungsfrist (§ 195 BGB).

§ 18  Produktverkauf

18.1  Geltungsbereich

(1)  Die Anbieterin verkauft ausgewählte kosmetische Erzeugnisse und Pflegeprodukte Dritter in ihren Geschäftsräumen. Derzeit erhältliche Produkte umfassen unter anderem solche von Babette®, Biologique Recherche® und VI Peel®. Das Produktsortiment kann nach Ermessen der Anbieterin geändert werden.

(2)  Der Produktverkauf erfolgt ausschließlich persönlich in den Geschäftsräumen der Anbieterin.

(3)  Die Anbieterin ist Händlerin von Fremdprodukten und nicht deren Herstellerin. Die Produktkennzeichnung, einschließlich der INCI-Inhaltsstoffliste, der Chargenidentifikation und der Angabe der verantwortlichen Person in der EU, entspricht den Angaben des Herstellers gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 (EU-Kosmetikverordnung).

18.2  Vertragsschluss für Ladenkäufe

(1)  Die Auslage von Produkten stellt eine unverbindliche Aufforderung zum Kauf dar. Der Vertrag kommt mit Übergabe und Bezahlung am Verkaufspunkt zustande.

(2)  Ladenkäufe sind keine Fernabsatzverträge. Das gesetzliche Widerrufsrecht nach § 312g BGB gilt nicht für Produkte, die persönlich in den Geschäftsräumen erworben werden.

18.3  Gesetzliche Gewährleistung für Produkte

(1)  Für alle Produktkäufe gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte für mangelhafte Sachen (§§ 434 ff. BGB). Ein Produkt ist mangelhaft, wenn es zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs nicht der vereinbarten oder objektiv erwartbaren Beschaffenheit entspricht oder für den beabsichtigten Zweck nicht geeignet ist.

(2)  Die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche von Verbrauchern beträgt zwei Jahre ab Lieferung (§ 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB). Bei Mängeln, die innerhalb von 12 Monaten nach Lieferung auftreten, wird vermutet, dass der Mangel bereits bei Lieferung vorlag, es sei denn, diese Vermutung ist mit der Art des Produkts oder des Mangels unvereinbar (§ 477 BGB).

(3)  Im Falle eines Mangels steht dem Kunden vor Ausübung des Rechts auf Minderung oder Rücktritt ein Anspruch auf Nacherfüllung zu --- entweder Nachbesserung oder Ersatzlieferung, nach Wahl des Kunden. Die Anbieterin kann die vom Kunden gewählte Art der Nacherfüllung verweigern, wenn sie nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist (§ 439 Abs. 4 BGB).

(4)  Gewährleistungsansprüche sind vom Widerrufsrecht zu unterscheiden. Sie entstehen aus bei Lieferung vorhandenen Mängeln, nicht aus einer Meinungsänderung.

(5)  Die Anbieterin gewährt keine freiwillige Garantie über die gesetzliche Gewährleistung hinaus. Eine etwaige Herstellergarantie richtet sich nach den Bedingungen des Herstellers.

18.4  Sicherheit kosmetischer Erzeugnisse

(1)  Sämtliche Produkte entsprechen der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 gemäß der Kennzeichnung durch den Hersteller. Die Anbieterin überprüft, dass die Produkte die vorgeschriebene INCI-Inhaltsstoffliste, die Angabe der verantwortlichen Person in der EU, den Chargencode und das PAO-Symbol tragen.

(2)  Der Kunde ist dafür verantwortlich, die Inhaltsstoffliste des Produkts vor der Anwendung auf bekannte Allergien oder Empfindlichkeiten zu prüfen. Das Fachpersonal der Anbieterin steht für eine Beratung zur Produkteignung im Rahmen seiner fachlichen Kompetenz zur Verfügung; eine solche Beratung stellt keine ärztliche Beratung dar.

(3)  Produkte sind gemäß den Anweisungen des Herstellers zu lagern. Die Anbieterin übernimmt keine Haftung für Schäden oder Qualitätsminderungen infolge unsachgemäßer Lagerung nach Übergabe oder Kauf.

18.5  Preisanpassung

(1)  Weist der Kunde nach, dass ein identisches Produkt bei einem autorisierten Händler innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums zu einem niedrigeren Preis angeboten wird, passt die Anbieterin ihren Preis nach Vorlage eines überprüfbaren Nachweises an (z. B. aktuelles Angebot auf der Website des Händlers oder datierter Beleg). Das Produkt muss in Zusammensetzung, Größe und Zustand (neu, versiegelt und innerhalb der angegebenen Haltbarkeit) identisch sein. Die Anbieterin behält sich vor, den Autorisierungsstatus des Händlers beim Hersteller zu überprüfen. Die Anbieterin nimmt innerhalb von 14 Kalendertagen nach Vorlage des vollständigen Nachweises Stellung. Sind die Voraussetzungen erfüllt, gilt der angepasste Preis für den nächsten Kauf desselben Produkts. Diese Regelung gilt ausschließlich für Produktkäufe vor Ort und erstreckt sich nicht auf Dienstleistungen, Gutscheine oder Behandlungspakete.

§ 19  Hausordnung und Verhalten

(1)  Die Geschäftsräume sind ein Ort des Wohlbefindens und der Diskretion. Ein entsprechendes Verhalten wird erwartet.

(2)  Fotografieren, Filmen und Tonaufnahmen in den Geschäftsräumen sind ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Anbieterin nicht gestattet.

(3)  Mobiltelefone und andere elektronische Geräte sind während aller Behandlungen und in den Behandlungsbereichen lautlos zu stellen.

(4)  Die Anbieterin kann einen Kunden auffordern, die Geschäftsräume zu verlassen, und aktuelle oder künftige Termine ablehnen, wenn das Verhalten des Kunden störend, bedrohlich oder mit den Standards des Hauses unvereinbar ist. Die Stornierungsgebühr nach § 7 Abs. 3 kann anfallen.

(5)  Die Geschäftsräume sind im Eingangsbereich, am Empfang, in den Fluren und im Spa-Shop mit Videoüberwachung ausgestattet. Die Überwachung dient der Sicherheit der Räumlichkeiten und des Warenbestands, der Sicherheit von Mitarbeitern und Kunden sowie der Verhinderung und Aufklärung von Straftaten einschließlich Diebstahl. Behandlungsräume, Beratungsräume und Sanitäranlagen werden nicht überwacht. Überwachte Bereiche sind durch Beschilderung gekennzeichnet. Weitere Einzelheiten sind in der Datenschutzerklärung der Anbieterin (dort § 10: Videoüberwachung der Geschäftsräume) dargelegt.
 

§ 20  Persönliche Gegenstände und Wertsachen

(1)  Der Kunde ist für persönliche Gegenstände, die er in die Geschäftsräume mitbringt, selbst verantwortlich.

(2)  Die Anbieterin übernimmt keine Haftung für den Verlust, den Diebstahl oder die Beschädigung persönlicher Gegenstände, es sei denn, dies ist auf vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln der Anbieterin zurückzuführen.

(3)  Schmuck und Wertsachen sollten vor der Behandlung abgelegt und sicher verwahrt werden. Auf Anweisung der Anbieterin abgelegte Gegenstände werden auf Risiko des Kunden verwahrt. Die Anbieterin wahrt bei auf ihre Anweisung abgelegten Gegenständen die verkehrsübliche Sorgfalt.

§ 21  Vorher-Nachher-Dokumentation

(1)  Die Anbieterin kann die Einwilligung zur fotografischen Dokumentation des Behandlungsbereichs vor und nach der Behandlung erbitten. Die Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit ohne Auswirkung auf den Leistungsanspruch verweigert oder widerrufen werden.

(2)  Fotografien werden sicher gespeichert und ausschließlich für die Behandlungsdokumentation des Kunden verwendet, es sei denn, für eine anderweitige Nutzung wurde eine gesonderte schriftliche Einwilligung erteilt.

(3)  Der Kunde kann jederzeit die Löschung dieser Fotografien verlangen, vorbehaltlich gesetzlicher Aufbewahrungspflichten.

(4)  Die datenschutzrechtlichen Auswirkungen, einschließlich der Einordnung solcher Bilder als besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 Abs. 1 DSGVO), sind in der Datenschutzerklärung dargelegt.

§ 22  Datenschutz

(1)  Die Anbieterin verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden zur Vertragserfüllung (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO), einschließlich der für Buchung, Leistungserbringung, Nachsorge, Rechnungsstellung und Produktverkauf erforderlichen Daten.

(2)  Gesundheitsbezogene Daten, die über den Gesundheitsfragebogen (§ 8) erhoben werden, werden auf Grundlage der ausdrücklichen Einwilligung des Kunden (Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO) verarbeitet, die bei Ausfüllen des Fragebogens eingeholt wird. Der Kunde kann diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen; der Widerruf berührt die Rechtmäßigkeit der bis dahin erfolgten Verarbeitung nicht.

(3)  Die Anbieterin kann KI-gestützte Werkzeuge für Kommunikation und Qualitätssicherung einsetzen. Eine automatisierte Entscheidungsfindung im Sinne des Art. 22 DSGVO findet nicht statt. Personenidentifizierende Informationen werden pseudonymisiert; soweit eine vollständige Anonymisierung technisch möglich ist, wird diese angewandt. Einzelheiten sind in der Datenschutzerklärung dargelegt.

(4)  Ausführliche Informationen zur Datenverarbeitung und zu den Rechten des Kunden (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit und Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde) sind in der Datenschutzerklärung unter https://inanna.beauty/datenschutzerklaerung dargelegt.

(5)  Personenbezogene Daten werden gemäß der Datenschutzerklärung und den geltenden Gesetzen gelöscht, vorbehaltlich der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen (§ 147 AO: 10 Jahre; § 257 HGB: 6 Jahre).

§ 23  Vertraulichkeit

(1)  Die Anbieterin und ihre Mitarbeiter behandeln sämtliche vom Kunden offenbarten persönlichen, gesundheitsbezogenen und sensiblen Informationen streng vertraulich.

(2)  Informationen gelten als vertraulich, wenn der Kunde sie ausdrücklich als solche bezeichnet oder wenn sich ihre Vertraulichkeit aus den Umständen ergibt.

(3)  Diese Pflicht gilt nicht, soweit eine Offenlegung gesetzlich, durch gerichtliche Anordnung oder durch eine Aufsichtsbehörde vorgeschrieben ist oder der Kunde eine Entbindung erteilt hat. Die Anbieterin wird den Kunden, soweit zulässig, vor einer erzwungenen Offenlegung benachrichtigen.

§ 24  Geistiges Eigentum

(1)  Alle Marken, Handelsnamen, Logos, Bilder, Texte, Designs und sonstigen geschützten Inhalte auf der Website, in den Geschäftsräumen und in den Materialien der Anbieterin sind ausschließliches Eigentum der Anbieterin oder ihrer Lizenzgeber.

(2)  Durch diese AGB oder die Erbringung von Dienstleistungen wird dem Kunden keine Lizenz oder sonstige Berechtigung an geistigem Eigentum eingeräumt.

(3)  Die Verbreitung, Veränderung, öffentliche Darstellung oder Vervielfältigung des geistigen Eigentums der Anbieterin ohne vorherige schriftliche Zustimmung ist untersagt.

§ 25  Elektronische Kommunikation

(1)  Mitteilungen, die für die Vertragserfüllung erforderlich sind (Buchungsbestätigungen, Terminerinnerungen, Vor- und Nachbehandlungsanweisungen, Rechnungen), werden auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO versandt und bedürfen keiner gesonderten Einwilligung. Mit Angabe einer E-Mail-Adresse oder WhatsApp-Nummer im Rahmen des Buchungsvorgangs oder am Verkaufspunkt bestätigt der Kunde, dass dies geeignete Kanäle für solche Mitteilungen sind.

(2)  Werbliche Mitteilungen (z. B. Newsletter, Sonderangebote) werden nur mit der gesonderten ausdrücklichen Einwilligung des Kunden versandt; eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

(3)  Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die angegebene E-Mail-Adresse und Telefonnummer aktuell sind und dass sein E-Mail-System Mitteilungen der Anbieterin nicht blockiert. Der Kunde kann seine bevorzugten Kommunikationskanäle jederzeit in Textform gegenüber der Anbieterin ändern.

§ 26  Beschwerden

(1)  Beschwerden sollten zeitnah per E-Mail, über WhatsApp oder schriftlich an die Adresse der Anbieterin übermittelt werden.

(2)  Für Beschwerden im Zusammenhang mit Behandlungen gilt das Beschwerdeverfahren gemäß § 12.5.

(3)  Für Beschwerden zu Produkten oder allgemeinen Angelegenheiten bestätigt die Anbieterin den Eingang innerhalb von fünf Werktagen und nimmt innerhalb von 14 Tagen inhaltlich Stellung.

(4)  Die Erhebung einer Beschwerde berührt die gesetzlichen Rechte des Kunden nicht.

§ 27  Alternative Streitbeilegung

Die Anbieterin ist weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des § 36 des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG) teilzunehmen.

§ 28  Schlussbestimmungen

(1)  Diese AGB und die auf ihrer Grundlage geschlossenen Verträge unterliegen dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG). Für Verbraucher mit gewöhnlichem Aufenthalt in einem anderen EU-Mitgliedstaat bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften dieses Mitgliedstaats unberührt, soweit sie ein höheres Schutzniveau bieten.

(2)  Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis Berlin.

(3)  Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung wird durch die einschlägige gesetzliche Regelung oder, in deren Ermangelung, durch diejenige Bestimmung ersetzt, die ihrem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

(4)  Änderungen dieser AGB bedürfen der Textform (§ 126b BGB). Dies gilt auch für den Verzicht auf dieses Formerfordernis selbst.

(5)  Soweit gesetzlich zulässig, begründet die einmalige Nichtdurchsetzung einer Bestimmung keinen Verzicht auf das Recht, sie künftig durchzusetzen.

(6)  Der Kunde kann Rechte oder Pflichten aus einem diesen AGB unterliegenden Vertrag nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Anbieterin abtreten oder übertragen.

(7)  Die Anbieterin teilt wesentliche Änderungen mindestens 30 Tage vor deren Inkrafttreten in Textform mit. Die jeweils aktuelle Fassung sowie frühere Fassungen sind unter https://inanna.beauty/allgemeine-geschaeftsbedingungen abrufbar. Für laufende Leistungspakete und Behandlungskurse gemäß § 17 gilt die zum Zeitpunkt des Kaufs geltende Fassung dieser AGB für die Dauer des Pakets fort, es sei denn, der Kunde stimmt einer Änderung ausdrücklich zu. Für laufende Vertragsverhältnisse außerhalb von § 17-Paketen gelten geänderte AGB für Buchungen nach dem Inkrafttreten. Die Anbieterin holt die ausdrückliche Zustimmung des Kunden zu wesentlichen Änderungen ein, die bestehende Rechte oder Pflichten berühren.

(8)  Die verbindliche Sprachfassung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist die deutschsprachige Fassung. Sämtliche fremdsprachigen Fassungen dienen ausschließlich der Information und begründen keine eigenständigen rechtlichen Verpflichtungen.