Lymphdrainage & Lymphmassage in Berlin-Mitte

Dr. Vodder® Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder® ist eine der ältesten manuellen Techniken, die wir kennen. Manche nennen sie Lymphmassage. Sie arbeitet allein mit den Händen, in ruhigen, kreisenden Bewegungen. Der Rhythmus kommt vom Körper, nicht von der Uhr.
Viele Gäste sind überrascht, wie leise diese Arbeit ist. Genau darin liegt ihr Wesen. Die feinen Lymphbahnen liegen unmittelbar unter der Haut. Sie folgen nur einer sanften, dehnenden Berührung. Der Druck ist so leicht wie das Gewicht einer Münze. Fester Druck ginge an ihnen vorbei.
Gearbeitet wird auf trockener Haut, ohne Öl. Das ist keine Vorliebe, sondern die Methode selbst. Die Hand nimmt die Haut mit und öffnet damit die feinen Gefäße darunter. Öl würde sie über die Haut gleiten lassen, und die Gefäße blieben verschlossen. Eine Ausnahme sieht die Methode selbst vor. Sie gilt dort, wo die Haut sich nicht bewegen lässt, über einer Narbe oder wenn sie sehr trocken ist.
Ihr erster Besuch beginnt mit einem ruhigen Gespräch von etwa zehn Minuten. Die Meisterin des Hauses liest den Körper am Tag des Besuchs und stimmt die Sitzung darauf ab. Ab dem zweiten Mal beginnt die Sitzung direkt. Der Raum ist ruhig. Die Termine sind so gelegt, dass Sie niemandem begegnen. Diese Arbeit ist Frauen vorbehalten. Nichts wird beschleunigt.
So viel, wie der Körper braucht
Über den ganzen Körper lässt sich eine Lymphdrainage nach Dr. Vodder® nicht führen. Nicht in einer einzigen Sitzung. Sie ist immer eine Arbeit in Etappen. Sie folgt den Lymphbahnen in ihrer eigenen Richtung und in ihrem eigenen Tempo. Von der Körpermitte nach außen, Region für Region. Darum widmet sich jeder Besuch einem klar umrissenen Bereich, gründlich statt eilig. Bei Inanna gibt es sie in zwei Längen. Dr. Vodder® Focus nimmt sich 30 Minuten für einen Bereich. Dr. Vodder® Continuum nimmt sich 60 Minuten für zwei zusammenhängende. Als Bereich zählt auch das Gesicht.
Jede Sitzung öffnet mit der Inanna Aromatherapy®. Die Hände der Meisterin des Hauses liegen zehn bis fünfzehn Zentimeter unter der Kopfstütze. Sechs bis acht bewusste Atemzüge, ohne offene Flamme. Danach beginnt die Arbeit am Hals und am Endpunkt, dort wo die Lymphe in die Venen mündet. Das gilt auch dann, wenn danach das Gesicht an der Reihe ist.
Für Körperarbeit haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie sind unter dem Tuch unbekleidet, oder Sie tragen den Slip des Hauses. Beides ist in Ordnung, und Sie entscheiden. Der Grund ist anatomisch. Die Lymphbahnen der Beine und des Unterbauchs führen zur Leiste. Ein hoch geschnittener Alltagsslip liegt genau auf dieser Falte. Einwegslips verwenden wir nicht. Sie werden nach zwanzig Minuten weggeworfen, und man spürt das. Der Slip des Hauses ist nahtarm gearbeitet, damit keine Naht zwischen Hand und Haut liegt. Wenn Sie ihn nehmen, gehört er Ihnen.
Am Ende steht ein Ton. Die Meisterin des Hauses schlägt eine Schale aus geschmolzenem Quarz einmal an. Der Klang trägt etwa zwei Minuten. Wer eingeschlafen ist, wacht daran auf, ohne dass jemand sie berührt oder anspricht. Danach Tee, und Zeit.
Brauche ich ein Rezept für eine Lymphdrainage?
Nein. Bei Inanna arbeiten wir privat, an gesunden Menschen, im Rahmen der Gesundheitsvorsorge. Sie brauchen keine Verordnung und keine Genehmigung einer Kasse. Es gibt auch keine Warteliste. Wenn Sie eine ärztliche Verordnung besitzen, ist eine physiotherapeutische Praxis der richtige Ort. Wir rechnen nicht mit Krankenkassen ab. Steht ein ärztlicher Befund oder ein Eingriff im Raum, arbeiten wir erst nach ärztlicher Freigabe. Diese Bedingung gehört zur Sorgfalt, sie ist kein Hindernis.
Was kostet eine Lymphdrainage ohne Rezept?
Dr. Vodder® Focus kostet 120 €, Dr. Vodder® Continuum 180 €. Das ist der volle Preis, privat zu zahlen, ohne Zuzahlung. Der Preis richtet sich nach der Länge der Sitzung, nicht nach der Größe des Bereichs. Eine Sitzung im Gesicht kostet dasselbe wie eine am Bein.
Wann ist eine Lymphdrainage nicht möglich?
Es gibt Situationen, in denen wir nicht arbeiten, und wir fragen sie im Gespräch ab. Bei einer akuten Infektion wird nicht gearbeitet. Bei einer akuten Thrombose oder Venenentzündung ebenso wenig. Bei einer unbehandelten Krebserkrankung wird nicht gearbeitet. Nach einer behandelten Krebserkrankung nur nach ärztlicher Freigabe. Dafür ist OncoSpa® gedacht, und der erste Schritt ist immer ein Gespräch. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen ebenfalls nur nach Freigabe. Bei einem diagnostizierten Lymphödem oder Lipödem gehört die Behandlung in ärztliche Hände. Wir arbeiten dort nur mit ärztlicher Freigabe, und auch dann nicht an der Ursache. In der Schwangerschaft bieten wir diese Arbeit nicht an. Nach der Geburt ist MamiSpa® der Weg, der dafür gedacht ist. Und bei allem, was unklar bleibt, arbeiten wir nicht.
Werden die Beine dünner nach einer Lymphdrainage?
Nein. Eine Lymphdrainage macht keine Beine dünner. Sie verändert weder Fettgewebe noch Cellulite. Was sie für eine Weile nimmt, ist das Gefühl von Schwere. Das trägt Stunden bis ein, zwei Tage. Wer kräftiges Kneten sucht, ist bei uns an der falschen Adresse. Das sagen wir lieber vorher als nachher.
Wie oft ist eine Lymphdrainage im Gesicht sinnvoll?
Das Gesicht zählt als ein Bereich, also als Dr. Vodder® Focus. Als einzelner Besuch ist es ein Ritual für sich. Wer das Gefühl regelmäßig möchte, kommt alle ein bis zwei Wochen. Zu Hause selbst zu arbeiten ist möglich und schadet nichts. Der Unterschied liegt in der Reihenfolge. Die Sitzung öffnet zuerst Hals und Endpunkt und geht erst danach ins Gesicht. Wer lieber am Gerät arbeiten lassen möchte, findet das in unseren Gesichtsbehandlungen.
Wie oft ist eine Lymphdrainage sinnvoll?
Weil die Arbeit in Etappen läuft, ergibt sich eine Folge von Besuchen fast von selbst. Region für Region. Eine einzelne Sitzung steht dabei für sich und ist ein Erlebnis für sich. Wer über eine Weile bleiben möchte, kommt meist alle ein bis zwei Wochen, später etwa einmal im Monat. Das ist ein Rhythmus und kein Kurs, und verordnet wird er nicht. Eine Frequenz, die sich aus einem Befund ableitet, nennen wir nicht. Das gehört in ärztliche Hände. Was zu Ihnen passt, klärt sich im Gespräch.
Was ist der Unterschied zwischen Lymphdrainage und Massage?
Der Druck. Eine Massage arbeitet auf Muskeln und Gewebe und darf kräftig sein. Eine Lymphdrainage arbeitet auf der Haut, mit etwa dem Gewicht einer Münze. Stärkerer Druck würde die feinen Gefäße eher schließen als öffnen. Dazu kommt die Richtung, immer den Lymphbahnen entlang. Und die kurze Pause zwischen den Griffen. Gearbeitet wird ohne Öl und ohne Gerät. Deshalb lässt sie sich auch nicht gut selbst machen. Der Griff arbeitet an der Grenze zwischen Haut und darunterliegendem Gewebe. Diese Grenze spürt man an sich selbst kaum. Wer zu fest wird, drückt die feinen Gefässe zu, statt sie zu öffnen. Die Hand nimmt die Haut mit, ein Gerät gleitet über sie hinweg. Wo Wärme und Gewebe im Vordergrund stehen, ist die INDIBA® Radiofrequenz der andere Weg.
Das Haus hinter der Pflege
Wer eine Lymphdrainage sucht, kommt selten wegen der Technik. Sie kommt, weil die Beine sich schwer anfühlen. Weil das Gesicht morgens anders aussieht als abends. Oder weil sie einmal etwas erlebt hat, das kräftig war und sich falsch anfühlte. Wir hören zuerst zu. Wenn Sie nicht sicher sind, ob diese Arbeit zu Ihnen passt, beginnen Sie mit dem Inanna Consult®. Zehn Minuten, bevor irgendetwas beginnt.
Geführt wird die Arbeit von den Meisterinnen des Hauses. Der Titel ist bei uns kein Schmuck. Er bezeichnet eine Handwerkerin, die eine Tradition gelernt hat und sie ausübt, statt sie zu variieren. Bei Inanna führt die Hand, und die Technologie folgt. Diese Arbeit braucht keine.
Emil Vodder wurde am 20. Februar 1896 in Kopenhagen geboren und starb im Februar 1986. Sein Doktortitel war einer der Kunstgeschichte, verliehen 1928 von der Universität Brüssel. Ein Medizinstudium hatte er im achten Semester nach einer Malariaerkrankung abbrechen müssen. Er konnte es nie wieder aufnehmen. Dass er Arzt gewesen sei, steht in vielen Beschreibungen und stimmt nicht. Estrid Vodder war Naturheilkundlerin und Mitentwicklerin, nicht Assistentin.
Um 1929 zogen die beiden an die französische Riviera und führten in Cannes ein kleines Institut. Viele ihrer Gäste kamen aus England, viele mit hartnäckigen Erkältungen. Fast alle trugen geschwollene Lymphknoten am Hals. Das Lymphsystem galt damals als unberührbar. Ab 1932 begann die systematische Arbeit daran. Geleitet wurde sie von den Kupferstichen des Anatomen Sappey, Paris 1885. 1936 stellte Emil Vodder die Methode in Paris erstmals öffentlich vor, unter dem Namen, den sie bis heute trägt.
Was dabei geschieht, ist genau beschreibbar. Die initialen Lymphgefäße liegen unter der Haut. Feine Ankerfilamente halten sie offen. Der Griff verschiebt die Haut, zieht an diesen Filamenten und öffnet damit die Eingänge. Von dort läuft die Lymphe über Präkollektoren in Kollektoren. Diese sind in Lymphangione unterteilt und ziehen sich rhythmisch zusammen. Am Ende steht der Endpunkt an den Venenwinkeln. Der Druck liegt bei etwa 30 Torr, rund vier Kilopascal. Er wechselt bis fast auf null. Vier Grundgriffe tragen die Methode: kreisend, pumpend, schöpfend und drehend. Dazwischen liegt immer eine kurze Ruhe.
Weitergetragen wurde die Arbeit von Dr. Johannes Asdonk. Er nahm sie in den frühen 1960er Jahren auf und erstellte die erste Indikationsliste. 1967 gründeten Vodder, Asdonk und Günther Wittlinger die Fachgesellschaft. Günther und Hildegard Wittlinger gründeten die Schule in Walchsee in Tirol. Heute ist sie die Dr. Vodder Akademie in der Alleestraße 30, A-6344 Walchsee. Die Meisterin des Hauses, die diese Arbeit bei Inanna führt, ist in Walchsee ausgebildet. An der Quelle der Methode. Was in der Sitzung ankommt, ist nicht eine Annäherung an die Technik, sondern die Technik selbst.
Eine Sache sagen wir offen, weil sie selten gesagt wird. Die Studienlage ist gemischt. Mehrere hochwertige Untersuchungen fanden keinen signifikanten Effekt auf Schwellungen. Das ist einer der Gründe, warum wir hier zurückhaltend sprechen. Gut belegt ist, dass die Anwendung sicher ist und gut vertragen wird. Was wir beobachten, ist ein Gefühl von Leichtigkeit und Ruhe. Es trägt Stunden bis ein, zwei Tage. Mehr versprechen wir nicht.
Drei Dinge im Raum haben eine eigene Herkunft. Die Inanna Aromatherapy® ist eine Mischung des Hauses und kein Produkt zum Verkauf. Drei Öle von Original Swiss Aromatics, dem Haus, das Dr. Kurt Schnaubelt 1983 in Kalifornien gründete. Er ist Chemiker und an der Technischen Universität München promoviert. Sechzig Prozent feiner Lavendel, wild gesammelt in der Haute-Provence. Oberhalb von achthundert Metern, oft über tausend. Von Hand mit der Sichel geschnitten. Diese Ernte trägt die Mention SIMPLES, eine Auszeichnung des 1982 gegründeten Syndicat SIMPLES. Sie wird jedes Jahr neu von einem anderen Erzeuger geprüft. Feiner Lavendel gibt wenig: Lavandin liefert fast dreimal so viel Öl. Dazu Orange und zehn Prozent Ho-Holz. Es tritt an die Stelle des Rosenholzes, das seit 2010 unter CITES steht.
Die Quarzschale, mit der die Sitzung endet, ist jünger, als sie aussieht. Solche Schalen sind eine amerikanische Erfindung des späten zwanzigsten Jahrhunderts. Sie stammen aus der Tiegeltechnik der Halbleiterfertigung. Dort wird Quarz geschmolzen, um Silizium zu züchten. Jede Schale trägt eine Seriennummer, einen angegebenen Ton und eine angegebene Frequenz. Und der Slip des Hauses ist aus hundert Prozent TENCEL™ Lyocell. Die Faser trägt das EU Ecolabel unter der Lizenz AT/016/001. Das fertige Kleidungsstück trägt den OEKO-TEX® STANDARD 100.
Die World Spa Awards nannten Inanna Wellness 2024 und 2025 Deutschlands bestes Day Spa. Als einziges Haus in Berlin sind wir CIDESCO-zertifiziert. 2025 hat die Vogue Italia das Haus porträtiert. Wir führen das an, weil es eine Frage beantwortet, die man zu Recht stellt.
Was diese Arbeit nicht ist, gehört ebenso dazu. Sie ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Versorgung. Wir arbeiten ausschließlich an gesunden Menschen. Diagnosen stellen wir nicht. Wo eine Verordnung vorliegt, ist eine physiotherapeutische Praxis der richtige Ort. Dasselbe gilt, wenn eine Erkrankung im Raum steht. Bei anhaltender, einseitiger oder unerklärter Schwellung bitten wir Sie, das zuerst ärztlich abklären zu lassen.
Inanna Wellness ist ein privates Haus für Haut und Haar in Berlin-Mitte. Wir arbeiten nicht therapeutisch. Wie wir arbeiten und warum, steht in unserer Philosophie. Wenn Sie unsicher sind, beginnen Sie mit dem Inanna Consult®, oder schreiben Sie uns. Wir hören zu, bevor wir beraten.
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Schreiben Sie uns. Wir hören zu, bevor wir beraten.



